Jutta Janda. Ihre Bürgermeisterin für Friedrichsdorf.

Aktuelles

22.12.2020
SPD bedauert Entscheidung zu Segmüller in Bad Vilbel

Barth, Janda, Kreuder und Runge zu der gestrigen Entscheidung der Regionalversammlung

Nun sind die Würfel zur Ansiedlung von Segmüller in Bad Vilbel gefallen: Zehn Jahre hatte die Stadt Bad Vilbel für die Ansiedlung des Möbelgiganten in Bad Vilbel gekämpft, anfangs mit viel Wiederstand aus der Region, gestern hatte nun die Regionalversammlung Südhessen, bei der die Bad Homburger SPD Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Elke Barth die Stadt Bad Homburg vertritt, mehrheitlich für die Ansiedlung gestimmt.

Barth hatte zuvor von ihrer Fraktion Dispens erhalten und gestern als einziges Mitglied der SPD-Fraktion dagegen gestimmt. „Für mich war das tatsächlich eine Gewissensfrage“ so Barth. „Der innerstädtische Einzelhandel kämpft mehr denn je um seine Existenz, erst das Internet und nun Corona.Gerade jetzt Segmüller die Ansiedlung zu erlauben, ist ein Nackenschlag für die sowieso gebeutelten Geschäfte. Ich verstehe auch die Stadt Bad Vilbel nicht, die in den letzten Jahren viel unternommen habe, um die eigene Innenstadt attraktiver zu gestalten. Wie man sich so gegen den eigenen Einzelhandel stellen dann, ist mir ein Rätsel.“

Mit auf ihrer Seite weiß Barth dabei die drei Bürgermeisterkandidaten der SPD in den Vordertaunuskommunen Bad Homburg, Friedrichsdorf und Oberursel.

Jutta Janda aus Friedrichsdorf hierzu: “ Ich hätte mir gewünscht, dass man die Entscheidung in Anbetracht der aktuellen Situation nochmal überdenkt. Wir kämpfen in Friedrichsdorf darum, den Einzelhandel sowohl in der Innenstadt als auch in den Ortsteilen zu beleben, um wohnortnahe Versorgung zu unterstützen. Die Entscheidung für Segmüller ist exakt das falsche Signal.“

Der Bad Homburger Oberbürgermeisterkandidat Thomas Kreuder aus Bad Homburg weist darauf hin, dass Bad Homburg seit Jahren ein Zentrenkonzept beschlossen habe, welches den innerstädtischen Einzelhandel und in den Ortsteilen stärke und  konsequent Ansiedlungen auf der grünen Wiese verhindere. Segmüller mit seinen 800 qm zentrenrelevanten Sortimente – plus Lampen und Leuchten die im bisherigen Landesentwicklungsplan noch als zentrenrelevant eingestuft seien –  sowie Gastronomieangebote sind ein klarer Angriff auf die Ortskerne.“

Auch Antje Runge die sich um das Bürgermeisteramt in Oberursel bewirbt, sieht in der gestrigen Entscheidung einen schwarzen Tag für die Region. Sie habe in den letzten Wochen viele Einzelhändler besucht und dabei erfahren, wie dramatisch die Situation in vielen Fällen ist. „Wir sollten besser überlegen, wie wir gemeinsam den innerstädtischen Einzelhandel stärken anstelle ihm mit solchen Entscheidungen Knüppel zwischen die Beine zu werfen.“