Jutta Janda. Ihre Bürgermeisterin für Friedrichsdorf.

Aktuelles

23.12.2020
Pressemitteilung: Backesgärten

Es wird Zeit noch einmal daran zu erinnern, dass der Beschluss zur Bebauung der Backesgärten vor drei Jahren einstimmig in der Stadtverordnetenversammlung erfolgte. Das jetzige Vorgehen von CDU und FPD werte ich als reines Kalkül, um so Wählerstimmen zu bekommen. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen ist die Entwicklung der Backesgärten eine gute Sache. Das Konzept ist schlüssig, und sollte nach drei Jahren Verhandlungen nun auch auf den Weg gebracht werden. Die Stadt Friedrichsdorf erhält dadurch die Möglichkeit kurzfristig weiteren bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Wir müssen darauf achten, dass die Stadt Friedrichsdorf ein verlässlicher Vertragspartner bleibt.

Die Verhandlungen mit privatwirtschaftlichen Unternehmen zeigen aber auch wiederholt, wie schwierig es ist aufgrund von Fragen der Wirtschaftlichkeit beim Thema bezahlbarer Wohnraum eine Einigung zu erzielen. Bei zukünftigen Projekten sollte sich die Stadt Friedrichsdorf daher deutlich stärker selbst engagieren und eine noch aktivere Stadtentwicklung betreiben.

Die Backesgärten sind ohne Zweifel ein schönes Stück Naturgrund, aber wenn ich abwägen muss, stehen für mich die vielen Menschen an erster Stelle, die im Ballungsraum Rhein-Main – und Friedrichsdorf gehört zu diesem Speckgürtel – verzweifelt eine für sie finanzierbare Wohnung suchen. In Hessen fehlen bis zum Jahr 2040 lt. einer Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt 367.000 Wohnungen und dies vor allem im Ballungsraum Rhein-Main.

Für mich hat die Diskussion mit den engagierten Bürger:innen von NABU und BUND aber auch gezeigt, dass wir in Zukunft eine neue Art der Stadtentwicklung initiieren müssen. Eine Stadtentwicklung, die ökologische Prinzipien beim Wohnungsbau berücksichtigt.

Dies bedeutet auch, dass es notwendig sein wird selbst Flächen zu erwerben und zu entwickeln. Die Voraussetzungen dafür sind mit dem neuen Wirtschaftszweig „Wohnungsbau“ der Stadtwerke bereits geschaffen. Hierfür braucht es aber auch eine deutliche personelle Verstärkung in diesem Bereich. Das ist für mich als Bürgermeisterin von Friedrichsdorf dann Chefinnensache.